|
Beim Straßenbau stießen römische Legionen, aus Mainz kommend, bei Tabernae (Zabern, später Rheinzabern) auf große Tonlagerstätten. Hier gewannen sie Rohstoff für Baukeramiken (um 45 – 85 n.Ch.). Da auch Holz vorhanden, der Rhein in der Nähe war sowie Tabernae an einer Fernstraße lag, waren dies optimale Voraussetzungen um hier eine römische Ziegel- und Gebrauchswarenproduktion zu errichten. Durch römische Legionen, hier ist namentlich die XXII. Legion bekannt, bekam der Ort so auch frühe Berührung mit dem Christentum.
Zur Zeit der salischen Kaiser, wohl unter Heinrich IV. (1050-1106) kam Rheinzabern an das Hochstift Speyer.1188 wurde Rheinzabern als altes Erbe (Patrimonium) der Speyerer Kirche bezeichnet. Durch seine Zugehörigkeit zum Hochstift Speyer blieb es immer katholisch. Mit dem Amt des Speyerer Bischofs verband sich geistliche und weltliche Herrschaft. Im 12. Jahrhundert wird Rheinzabern als zeitweiliger Sitz der Speyerer Bischöfe genannt.
Im 30-jährigen Krieg wurde Rheinzabern mehrmals von feindlichen Truppen verwüstet. Auch in den Reunionskriegen, im spanischen und österreichischen Erbfolgekrieg, zuletzt beim Durchzug der kaiserlich-bayrischen Truppen im Jahre 1744, wurde der Ort geplündert und zerstört.
Rheinzabern gehörte weitgehend immer zum Landkapitel Herxheim (Bistum Speyer). Von 1801-1817 gehörte der Ort, nach dem Friedensschluss von Lunéville, zum französischen Bistum Straßburg. Im Zuge der politischen Neuordnung Europas nach dem Wiener Kongress (1814/15) erfolgte auch eine Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse. Durch das Bayrische Konkordat von 1817 gehört Rheinzabern wieder zum (auf die linksrheinisch verkleinerte Seite des) Bistum Speyer.
|